
VMware nach Broadcom: Was die neuen Lizenzkosten für KMU bedeuten
Seit der Broadcom-Übernahme gibt es VMware nur noch im Abo, oft deutlich teurer. Welche Optionen KMU haben, von Proxmox bis zur Managed Private Cloud.
Seit Broadcom Ende 2023 VMware übernommen hat, hat sich das Lizenzmodell grundlegend geändert. Für viele KMU bedeutet das spürbar höhere Kosten für dieselbe Virtualisierung.
Was hat sich geändert?
Broadcom hat die unbefristeten Lizenzen abgeschafft und auf reine Abonnements umgestellt, einzelne Produkte in grössere Bundles zusammengefasst und die Abrechnung auf Prozessorkerne umgestellt, oft mit Mindestmengen. ESXi wird nicht mehr als eigenständiges Produkt verkauft, sondern ist Teil von Subscription-Paketen wie VMware vSphere Foundation oder VMware Cloud Foundation. Unter dem Strich zahlen viele Betriebe deutlich mehr.
Und das kostenlose ESXi?
Das kostenlose ESXi wurde Anfang 2024 zunächst eingestellt, ist seit April 2025 aber wieder verfügbar (als vSphere Hypervisor 8, kostenloser Download über das Broadcom-Portal, Registrierung nötig). Für Labor, Tests oder einen einzelnen Edge-Host ist das eine willkommene Rückkehr. Als Basis für eine produktive KMU-Umgebung taugt es jedoch kaum: Die freie Version lässt sich nicht an vCenter anbinden, es gibt also keine zentrale Verwaltung, kein vMotion, keine Hochverfügbarkeit. Dazu kommen Limits wie maximal 8 vCPUs pro VM und kein Hersteller-Support. Wer mehr als einen Host produktiv betreiben will, kommt um eine kostenpflichtige Subscription nicht herum.
Was das für KMU bedeutet
Höhere und schwerer planbare Betriebskosten, ein stärkerer Lock-in und die unangenehme Frage, ob sich die eigene Virtualisierungsstrategie noch rechnet. Zwar hat Broadcom die zwischenzeitlich auf 72 Kerne angehobene Lizenz-Mindestmenge wieder zurückgenommen, doch gerade kleinere Umgebungen zahlen im neuen Modell trotzdem oft drauf.
Welche Optionen gibt es?
- Beim neuen VMware-Abo bleiben, wenn Funktionsumfang und Ökosystem den Preis wert sind.
- Auf Proxmox VE wechseln, eine ausgereifte Open-Source-Virtualisierung ohne Lizenzkosten pro Kern.
- Die Workloads in eine Managed Private Cloud auslagern, bei der sich der Anbieter um Hypervisor und Lizenzierung kümmert und Sie einen festen Monatspreis zahlen.
Worauf bei einem Wechsel zu achten ist
Eine Migration will geplant sein: Kompatibilität der Workloads, Wartungsfenster, getestete Backups und ein klarer Rückfallpfad. Mit Erfahrung läuft der Umzug ohne Datenverlust und mit minimaler Ausfallzeit.
Der Punkt
Virtualisierung darf keine Budgetfalle sein. Die Broadcom-Änderungen sind ein guter Anlass, die eigene Plattform zu hinterfragen, und es gibt erprobte Alternativen.
So lösen wir das für Sie.
Wir betreiben Ihre virtuellen Server auf VMware oder Proxmox als Managed Private Cloud, mit festem Monatspreis statt Lizenz-Überraschungen. Sie müssen sich weder mit Broadcoms Bundle- und Kern-Mathematik noch mit der Frage herumschlagen, welche Funktionen in welcher Subscription stecken, das übernehmen wir.
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